Tagebuch Sophie Mörbe. Die Bibliothek. 08.11.2008



Seit meinem letzten Tagebucheintrag sind ja nun schon ein ganz paar Tage vergangen. Das lag daran, dass wir, Julia, Janet und ich, seit über einer Woche mit der Bibliothek beschäftigt sind. Über die Herkunft und Ankuft der Bücher schreib Janet folgendes in ihrem Tagebuch: „In England startete ich eine Büchersammelaktion und bekam 2230 Bücher in einem gutem Zustand. Auch Freunde und Verwandte halfen, in dem sie die Einschiffkosten übernahmen. Nach meiner Ankunft wurde die Fahrt nach Colombo, wo wir die Bücher abholen sollten, organisiert. Die Kisten wurden von Zollbeamten kontrolliert und nach 2 Stunden Wartezeit und den, in Sri Lanka üblichen Handlungsweisen, durften wir die Bücher endlich mit in Angels home nehmen."

Als erstes hieß es dann, 21 Kisten voller Bücher, um genau zu sein 2230, auspacken und diese in 4 große Kategorien einteilen. „ Ich freue mich, dass ich den Kindern etwas anbieten kann, was ihre Bildung fördert. Julia, Sophie und ich sind nun damit beschäftigt die Bücher in Kategorien zu sortieren." Dabei kamen „school", „fun", „small children" und „story" raus. Nachdem wir alle Bücher der richtigen Gruppe zugeteilt hatten, bildeten wir Unterkategorien. Und da fing der Spaß erst richtig an! „School" ist zum Beispiel in „English" (verschieden Level), „maths", „dictionaries", „history" und so weiter gegliedert. In dieser Gruppe fiel es uns noch relativ leicht, die Bücher richtig zuzuordnen, richtig schwer wurde es erst bei den „storybooks". Ungefähr 600 Bücher wollten in „girls", „boys", „animals", „adventure", „fantasie", „scary", small children", fairy tales" und „disney" eingeordnet werden. Das hieß für uns, die Zusammenfassung jedes einzelnen Buches zu lesen und gewissenhaft einer der Kategorie beizuordnen. Dazu kam, dass jedes Einzelne auch im Computer registriert werden sollte, eine Liste der Bücher hatten wir, doch sollten auch die einzelnen Gruppennamen vermerkt werden. Zeitweise verließ uns auch mal der Mut, da alles so unüberschaubar erschien und wir das Gefühl hatten, es würden immer mehr Bücher. Aber als die ersten strahlenden Kinderaugen, einige Bücher inspizierten, wurden wir wieder daran erinnert, dass sich die Arbeit für die Kids lohnt!! Und so machten wir immer weiter. Als dann auch die ersten Regale eintrafen und wir die ersten Bücher einräumen konnten, sahen wir endlich einen Fortschritt.

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Neu motiviert und mit Rike als neuer Unterstützung, starten wir voll durch und sortierten und sortierten und sortierten......... Julia trug alles in den Computer ein, dieses ganze Spiel dauerte mehrere Tage. Heute kamen dann die letzten Regale, die zwar nicht dieselben sind, wie die ersten 3, aber dennoch gut aussehen. Natürlich hatten Frank und Janet 7 gleiche geordert, aber das klappte hinten und vorne nicht. Irgendwo gibt es angeblich auch noch welche, derselben Sorte, aber nachdem wir jetzt schon mehrere Tage auf diese gewartet haben wurde heute beschlossen, die zu nehmen, die da sind. Heute haben wir also die fertig geordneten Bücher in die Regale einsortiert und es sieht wirklich gut aus!

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Doch die Arbeit hat noch kein Ende. In den nächsten Tagen werden wir noch einmal kontrollieren, ob alles an seinem richtigen Platz sowohl im Regal, als auch im Computer steht und danach werden wir die Bücher nummerieren, dabei sollen uns dann aber auch die Mädels helfen. Am Ende soll das ganze wie eine richtige Bibliothek funktionieren. Dabei soll jedes der Mädchen für einen Teil der Bücher verantwortlich sein und natürlich kann sich jede die Bücher, die sie möchte ausleihen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das alles funktionieren wird. Dass die Kids großes Interesse an den Büchern haben, wissen wir ja schon.

Liebe Grüße, Sophie