Tagebuch Stefanie Würfel. Letzte Gedanken. 19.02.2010


 Nun sitze ich hier, zurück im kalten Deutschland, und denke darüber nach, wie ich meine Zeit im Angels Home und all die Erfahrungen und Eindrücke, die ich gemacht und gesammelt habe, in Worte fassen kann. Eigentlich ist das gar nicht möglich, aber ich versuche trotzdem mal ein paar abschließende Worte zu verfassen.

Mein  Praktikum im Angels Home ist im Grunde genauso verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Durch die gute Berichterstattung von Julia/ Frank und den anderen Praktikantinnen hatte ich ein genaues Bild darüber, wie das Praktikum ablaufen würde. So wurde ich vor bösen Überraschungen bewahrt und konnte bedenkenlos in die Arbeit starten. In der gesamten Zeit habe ich auch nur positive Erfahrungen gemacht und jeden einzelnen Tag genießen können. Die Organisation des Praktikums war wirklich einwandfrei und ich fühlte mich vor Ort sofort herzlich Willkommen.

Die Kinder habe ich natürlich allesamt so sehr ins Herz geschlossen, dass es mir richtig schwer fiel, sie zurück zu lassen. Jedes Mädchen ist auf seine eigene Art ganz speziell und sie schafften es immer wieder, mich zu verzaubern. Ich hatte insgesamt das Gefühl, dass ich zu allen eine gute Beziehung aufbauen konnte und von ihnen respektiert wurde. Auch das Personal empfing mich positiv und ich fühlte mich zeitweise wie in einer großen Familie, was ein tolles Gefühl war.

Von der Arbeit her war ich auch durchaus zufrieden. Die Arbeit im Heim selbst ist immer sehr abwechslungsreich gewesen, jeden Tag passierte etwas anderes und ich habe viele schöne Momente dort erlebt. Ich bin immer noch von der Lebensfreude, der Lernwilligkeit und der Kreativität der Mädchen begeistert und hoffe hier, in meinem späteren Beruf, auf ähnliche Kinder zu treffen.

Auch die Arbeit außerhalb des Heims hat mir durchaus zugesagt und ich fand es sehr interessant, in den Alltag einer NGO rein schnuppern zu können. Es ist toll, dass Julia und Frank auf die Bedürfnisse der Praktikantinnen eingehen und jede im Prinzip Arbeiten erledigen kann, die ihr liegen. So konnte ich zum Beispiel meine Computerkenntnisse sinnvoll einbringen und den Adventskalender für die Homepage gestalten, was mir viel Freude bereitet hat.

Das Land an sich ist natürlich auch noch eine Erwähnung wert. Ich habe in Sri Lanka eines meiner Traumländer gefunden. Landschaftlich ist es ein total faszinierendes Land und von dem Blick über die Teefelder oder über die wunderschönen Strände konnte ich gar nicht genug bekommen. Auch die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen dort hat mich fasziniert. An meinen freien Tagen habe ich viel von den unterschiedlichen Seiten Sri Lankas gesehen und viele neue Menschen kennen gelernt. Ich bin mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort gewesen und wenn ich mir meine Fotos so anschaue, bekomme ich schon wieder Fernweh.

Julia und Frank bewundere ich für ihre Ausdauer und Stärke sehr. Mit so einer Leidenschaft ein solches Projekt aufzubauen zeugt wirklich von Mut und ist nicht selbstverständlich. Ich hoffe, dass beide weiterhin die Kraft haben, sich für die Mädchen einzusetzen und dabei die Freude und das Glück empfinden, welches sie verdient haben.

Insgesamt hat mich meine Zeit in Sri Lanka und im Angels Home sehr geprägt und viele bleibende Eindrücke hinterlassen. Ich vermisse die Wärme, die Sonne, die frische Luft, die Warmherzigkeit, die Gastfreundschaft, die Neugier und das Interesse der Menschen, die Lebensart und das scharfe Essen Grinsen

 

Ich wünsche euch, Julia und Frank, den Mädchen, dem Personal und allen weiteren Beteiligten alles Liebe und Gute und bedanke mich für die tolle Zeit!

Eure Steffi

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