Tagebuch Stefanie Würfel. Ab in den Süden. 23.12.2009


Nachdem die Kinder zum größten Teil in den Ferien zu Verwandten gegangen sind, dachte ich mir, dass ich mir ein paar Tage frei nehmen könnte, um ein bisschen die Südküste zu erforschen. Glücklicherweise bekam Marion, die ja noch in einem Hotel hier in Sri Lanka arbeitet, auch ein paar Tage frei, so dass wir uns dort treffen konnten. Los gings also am Samstag, gegen zwei Uhr bin ich in den Bus nach Colombo gestiegen. Dort musste ich den Bus wechseln und mit dem nach Galle weiterfahren. Netterweise brachte mich der Busfahrer des ersten Busses direkt zur zweiten Bushaltestelle, die zwar nicht weit entfernt von der Endhaltestelle liegt, ich aber ohne Hilfe nicht so einfach gefunden hätte. Dort hab ich dann problemlos den Anschlussbus bekommen und es ging direkt weiter an der Südküste entlang. Eigentlich lagen wir auch gut in der Zeit, bis wir kurz vor Bentota eine Panne hatten und nicht wussten, wie lange es dauern würde, den Bus zu reparieren. Zunächst warteten die meisten geduldig darauf, dass es weiter gehen würde, nach 30 Minuten aber stiegen alle aus und suchten sich einen neuen Bus. Ich bin dann auch umgestiegen und hab einen ziemlich vollen Bus erwischt, der dann leider 10 Minuten später noch eine 15 Minütige Teepause einlegte. Na ja, gegen sieben bin ich dann aber doch in Hikkaduwa angekommen, wo Marion uns schon ein Hotelzimmer besorgt hatte. Wir haben dann noch lange am Strand gesessen und gequatscht.

Am nächsten Morgen sind wir am Strand spazieren gegangen, der wirklich sehr schön ist. Man kann endlos lange im Sand laufen und die vielen Surfer beobachten. Schwimmen waren wir natürlich auch, das Meer dort ist toll. Danach haben wir uns ein Frühstück gegönnt und sind nach Galle gefahren, um uns das alte Fort anzuschauen. Das ist sehr schön und man kann dort gut einfach ein bisschen rumbummeln. Süß sind die ganzen Pärchen, die dort mit ihren Regenschirmen in den Mauerlöchern hocken J Wir haben dann noch einen netten Polizisten getroffen, der uns eine kleine Rundführung gegeben hat und uns zu einem Tee eingeladen hat.

Für uns gings dann weiter nach Unawatuna. Dort wollten wir uns erst mal den Jungle Beach anschauen, der laut unserem Reiseführer sehr schön und ruhig sein soll. Tatsächlich muss man auch ein bisschen durch den Jungel laufen, um dort anzukommen, aber außer Arak trinkende Jugendliche konnte man nichts aufregendes entdecken. In Unawatuna haben wir uns dann auch noch den Strand angeschaut und die vielen Sri Lankaner, die dort ihren Sonntag genügsam verbrachten, beobachtet.

Den Abend haben wir dann in Hikkaduwa mit leckerem Reis und Curry ausklingen lassen.

Den Montag haben wir mit einem Besuch in einem Gewürzgarten gestartet, der in der Nähe von Unawatuna lag. Dort konnte man die verschiedensten Gewürze sehen und viel über deren Wirkungsweise erfahren. Eine kleine kostenlose Massage haben wir auch bekommen. Natürlich sollten wir uns noch mit einigen Herbal-Produkten eindecken, die uns aber doch ein wenig zu teuer waren. Wobei wir doch recht begeistert davon waren, wofür man die Gewürze alles so einsetzen kann.

Danach sind wir nach Mirissa gefahren und haben dort den Rest des Tages an einem relativ ruhigen Strand verbracht.

galle-fortmirissaausblick-dondra-head

buddha-wewurukanna-vihara

Der Dienstag sollte dann wieder ein bisschen aktiver werden, wir sind mit dem Bus nach Matara gefahren und haben von dort mit einem Tuk Tuk zunächst den Weherahena Tempel und dann Dondra Head, die südlichste Spitze Sri Lankas, besucht. Beim letzteren gab es einen Leuchtturm, von dem man eine schöne Sicht über die Küste hatte. Danach sind wir noch in Dikwella ausgestiegen und haben uns den Wewurukannala Vihara (mit der größten Buddhastatue Sri Lankas) und das Ho-O-Maniya Blowhole (ein Felsspalt, durch den das Wasser hochgepustet wird) angeschaut. Beides war sehr interessant und ein Besuch lohnt sich meiner Meinung nach. Anschließend sind wir nach Tangalla gefahren, um dort den letzten halben Tag zu verbringen. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, so dass wir anstatt am Strand zu liegen, lieber den Ort an sich erkundet haben, was aber auch sehr nett war. Abends haben wir noch eine Runde Carrom mit unseren Hotelboys gespielt, das war natürlich sehr lustig.

Den Mittwoch habe ich dann eigentlich komplett für die Heimfahrt gebraucht. Zuerst bin ich bis nach Matara gefahren, von dort bis nach Colombo und da bin ich wieder in den Bus zurück nach Marawila gestiegen. Insgesamt war ich dann etwa 8 Stunden unterwegs, aber die Zeit vergeht ja recht schnell, weil man draußen immer was zu gucken hat Grinsen

Insgesamt war es sehr schön und ich habe wie immer viel erlebt, aber ich bin froh wieder hier zu sein und die Vorweihnachtszeit mit den Mädchen verbringen zu können. Momentan sind nur noch Dinesha, Udeshika, Nadisha, Nawanjena, Shakina, Mali und Saduni da. Chathumini wurde ein paar Tage verspätet doch noch von ihrer Großmutter abgeholt. Saduni und Mali verbringen die meiste Zeit in der Schule und legen ihre O-Levels ab. Beide werden, ebenso wie Shakina, über Weihnachten nach Hause fahren. Wir werden also in einem kleinen Kreis Weihnachten feiern, aber ich freue mich sehr darauf. Für die nächsten Tage werde ich mir mal überlegen, was man mit den Mädels so machen kann, damit sie sich nicht langweilen, aber da wird uns schon einiges einfallen.

Euch wünsche ich eine schöne Vorweihnachtszeit,

viele Grüße,

Steffi

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