Drei ereignisreiche Urlaubswochen in Sri Lanka. 05.05.2010


Seit einiger Zeit unterstützen wir das Angels Home for Children in Marawila / Sri Lanka. Meine Schwester Sophie hatte ab März 2010 mal wieder einen Besuch in Sri Lanka geplant - Grund genug für Erik und mich, einen Flug zu buchen und das Land, an das Sophie zweifelsohne ihr Herz verloren hat, mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Darüber hinaus wollten wir uns auch unserem Patenkind Nawanjena vorstellen und dem Angels Home einen Besuch abstatten. So setzten wir uns also am 13. März in den Flieger und landeten einen Tag später in Colombo. Die Abholung vom Flughafen durch Sophie und Rukmal klappte reibungslos, und da wir nicht zu spät angekommen waren, besuchten wir auch noch am selben Nachmittag das Angels Home.

Nach einer total lieben Begrüßung durch Frank, Julia, das Personal und die Mädchen bekamen wir zuerst einmal eine Führung über das Gelände und vor allem das zukünftige Zuhause der Mädchen. Wir konnten uns sehr gut vorstellen, wie das Kinderheim später einmal aussehen wird.

Wir haben danach einen schönen ersten Abend mit Frank, Julia, Sophie und Vicky verbracht. Früh am nächsten Morgen brachen wir zuerst einmal auf und starten unsere Rundreise. Auf der ersten Etappe zu Christa begleitete uns Julia. Dort angekommen verbrachten wir einen wunderbaren Nachmittag, eine ruhige und entspannte Nacht und einen tollen Vormittag bei Christa und Traudel, bevor Sophie, Erik und ich nach Anuradhapura aufbrachen. Christa, Traudel, Eure Gastfreundschaft ist legendär. Wir haben uns sehr wohl gefühlt! Vielen Dank noch einmal dafür.

In Anuradhapura haben wir uns einige Tempel, Dagobas und die Ruinen angesehen. Weiter ging unsere Reise nach Habarana zur Elefantensafari, danach nach Kandy in den Zahntempel und den Botanischen Garten. Von dort aus starteten wir ins Hochland nach Nuwara Eliya, zu einer Wanderung in die Horten Plains, wir machten eine geführte Tour im Sinharaja Rainforest.

Zum Abschluss gönnten wir uns ein paar Tage am fantastischen Strand in Unawatuna. Hier haben wir uns hauptsächlich erholt, rafften uns aber dann doch noch zu Ausflügen nach Galle und Matara auf. Die Erholung hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon dringend nötig - und eine Abwechslung zum singhalesischen Essen ehrlich gesagt auch.

Nach insgesamt 10 Tagen fuhren wir zurück nach Marawila. Unser Plan war, einige Tage im Angels Home zu verbringen. Es war toll, in den folgenden Tagen die Kinder bei Teilen ihres Tagesablaufes beobachten zu können, zu sehen, wie sich die Mädchen umeinander kümmern und wie die Kleinen den ein oder anderen Schabernack aushecken. Ab und zu haben wir auch mal ein Spielchen Brennball gewagt - immer Garant dafür, das unsere Mannschaft verliert. Aber mit den kleinen flinken Mädels konnten wir - vor allem auch bei der Wärme - nicht mithalten.

In der Zeit haben wir uns in kleineren Ausflügen auch noch die Umgebung von Marawila angesehen, wir haben eine Bootstour auf dem Black River gemacht und konnten dabei viele Warane und Vögel beobachten. In Chilaw haben wir uns einen der größten und berühmtesten Hindutempel in Sri Lanka angesehen.

Bevor wir zurück nach Deutschland fliegen mußten, durfte ich mit unserem Patenkind Nawanjena in Begleitung von Deepani einkaufen gehen. In die leuchtenden Kinderaugen zu sehen, als Nawanjena sich Anziehsachen und Schuhe selbst aussuchen durfte, hat mir besonders viel Freude gemacht.

Am Tag unserer Abreise gab es noch eine besondere Überraschung: die Mädchen haben für uns getanzt. Ungestüm und wild die kleineren, sehr ausdrucksstark und unglaublich schön die älteren. Danach gab es eine Verabschiedung durch die Mädchen mit ganz vielen selbst gestalteten Karten.

Wir haben einen tollen und erlebnisreichen Urlaub verbracht, ganz besonders gerne waren wir in Marawila im Angels Home for children. Wir durften erleben, wie friedlich und fröhlich die Mädchen aufwachsen können und sind der festen Überzeugung, dass unsere Unterstützung in Form der Projektpatenschaft und der Patenschaft für Nawanjena gut, sinnvoll aber auch notwendig ist.

Viele der Aktivitäten, die wir ursprünglich geplant hatten, haben wir “auf das nächste Mal” verschoben. Das heißt wir müssen wieder kommen - schon weil wir das den Mädchen versprochen haben.

 

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