Vesak 2011 in Nattandiya.

Vesak 2011. Wie jedes Jahr startete unser Partybus vom Angels Home auch diesmal wieder zum Vesak-Fest, nur mit dem kleinen Unterschied, dass diesmal·fast doppelt soviele Kinder (41) dabei waren!

Gelpant war dieses Mal nur ein Kurztrip ins nächste Dorf nach Nattandiya, wo ein kleiner Vesak-Umzug stattfand und es Dansal gabt. Dansal sind Speisen und Getränke die überall an der Straße kostenlos verteilt werden. Da es letztes Jahr mit dem Dansal nicht geklappt hat, weil die Menschenschlangen einfach zu groß waren und keiner Lust hatte, 3 bis 5 Stunden anzustehen, sind wir dieses mal schon sehr früh losgefahren. Der erste Stopp, besser gesagt wir wurden gestoppt, war am College von Nattandiya, wo die Schüler Malzkaffee und Plätzchen verteilten.

Danach ging es weiter ins Zentrum, wo der Vesak-Umzug schon begonnen hatte. Stelzenläufer, Tänzerinnen, Trommler und Jongleure zogen an uns vorbei und die Kinder, besonders die Kleinen, waren total begeistert. Fazinierend finde ich immer, wie viele Menschen doch in einen Van, Landmaster oder auf eine LKW-Ladefläche gehen. lächelnd

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Nach dem Umzug ging es dann weiter in den Tempel, um eine kurze Gebetspause einzulegen. Ein paar Fotos vom letzten Tempelbesuch zum Vesakfest findet ihr unter:

Tagebuch Linus, kleiner Ausflug zum Vesak Fest.

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Vom Temel aus ging es über die Straße weiter zum Dansal. Eine provisorische Blechhütte, die Platz für ca. 80 Personen bot, war das Ziel. Da das Tor noch verschlossen war, versuchten wir in Erfahrung zu bringen, um wieviel Uhr der Einlass ist. Als die Betreiber hörten, dass die Kinder aus einem Kinderheim in Marawila kommen, öffnete er das Tor und bat uns hinein. Super... kein stundenlanges Anstehen, wie es sonst der Fall ist, wir waren die Ersten. Es dauerte noch knapp 30 Minuten bis es losging und ein super leckeres Ananas Curry serviert wurde. Leider hatte ich an diesem Tag eine kleine Magenverstimmung, so dass ich das Curry nicht probieren konnte. Aber wie alle bestätigten, war es super lecker! Das Dansal wurde von einem älteren Ehepaar zubereitet, die, wie ich im Gespräch erfuhr, das schon seit 17 Jahren machen. Ich bedankte mich ganz herzlich bei ihnen und entschuldigte mich, dass ich das Curry nicht probieren konnte.  Sofort bekam ich auch noch eine Potion für Zuhause mit und wir wurden auch gleich für das nächstes Jahr eingeladen und dürfen auch wieder als Erste das Curry kosten: Die Beiden waren wirklich sehr nett und wie sie unserer Matron erzählten, auch froh, dass ihre ersten Gäste unsere Mädchen waren.  Mittlerweile wartete draußen vor dem Tor schon eine riesen Menschenmenge auf das kostenlose Essen. Mir war es schon etwas unangenehm als die Beiden uns baten, noch ein paar Minuten zu warten, da sie ein paar Leute losgeschickt haben, um für die Kinder noch Eis zu holen. Da unser Bus aber direkt vor der Tür stand, beschlossen wir, lieber dort zu warten und den Platz für die anderen Gäste frei zu machen. Auf dem mittleren Bild ist der gute Mann zu sehen, der auch noch persönlich das Eis an die Kinder verteilt hat. Also Dansal ist eine richtig tolle Sache, wenn man nicht gerade Magenprobleme hat und ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

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So gegen 23 Uhr waren wir wieder zu Hause und konnten die Laternen bestaunen, die unsere Kinder in den letzten Tagen für das Vesak-Fest gebastelt haben.

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Alles in allem ein super schöner und enspannter Abend, obwohl es zwischendurch ganz schön anstrengend ist, mit 41 Kindern auf so ein großes Fest zu gehen.

Viele Grüße aus Marawila,

Julia, Simone und Linus.

 

Hier noch mal eine kurze Erklärung zum Vesak.

Was bedeutet Vesak?

Dieser Feiertag erinnert an die Geburt, Erleuchtung und das Eingehen in die Vollkommene Befreiung  von Buddha Shakyamuni vor mehr als 2.500 Jahren in Nordindien. In den buddhistischen Ländern Asiens ist das Vesakh-Fest das größte und bedeutendste Ereignis des Jahres und wird seit Jahrhunderten festlich begangen.

Im Jahre 2000 wurde das Vesakh-Fest von der UN als offizieller weltweiter Feiertag anerkannt. Der Termin wurde auf den ersten Vollmond im Monat Mai festgelegt. Der volle Mond symbolisiert die Erleuchtung.

Seitdem feiern auch viele buddhistische Gemeinschaften in Deutschland an diesem Tag, oder an einem zeitnahen Wochenende. Es gibt noch viele weitere Buddhistische Feiertage, die aber von Tradition zu Tradition und von Land zu Land variieren.

Die Lehre des Buddha

Der Buddhismus ist eine Weltreligion mit einer ungebrochenen Überlieferung seit Jahrtausenden. Die Lehre des Buddha weist Wege aus Leid und Unvollkommenheit zu Harmonie und Glück. Die wesentlichen Merkmale und Übungen dieses spirituellen Weges sind ethisches Verhalten, Meditation und Einsicht. Dabei steht die Eigenverantwortung des Menschen stets im Vordergrund. Die buddhistische Lehre zeichnet sich zudem durch Toleranz, Dialogbereitschaft, Dogmenfreiheit und Gewaltlosigkeit aus. Einen Anspruch auf alleingültige Wahrheiten erhebt sie nicht.

in Tagebuch 2011
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