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Dry Lands Mitten im Geschehen


Informiert euch über aktuelle Themen, neuste Ereignisse und das Leben vor Ort.

Julia
25 Mai 2018
Mitten im Geschehen
Im Angels Home wird täglich für ca. 70 Personen gekocht und wenn am Mittag um 13 Uhr die Glocke zum Essen läutet, dann ist keiner mehr zu halten! Dabei spielt es keine Rolle, ob Kumari und Sithumini e...
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Linus
24 Mai 2018
Mitten im Geschehen
News aus Sri Lanka. Wusstest du schon...?
 Bei schweren Unwettern sind auf Sri Lanka elf Menschen ums Leben gekommen. Nach tagelangem Monsunregen in großen Teilen des Inselstaates wurde am Mittwoch im nordwestlichen Bezirk Puttalam ein A...
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Was sonst noch so passiert


STOP wasting time

Die Frage: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" beschäftigt mich schon seit der Entscheidung ein Praktikum im Angels Home zu machen. Doch nun stelle ich mir diese Frage erneut aus einer ganz anderen Perspektive.

Mit ihrer Heimat ist Lisa Lorch eng verbunden. Trotzdem ziehen Hilfsprojekte sie in die Ferne. Jetzt ist sie nach Sri Lanka aufgebrochen. (Foto: Kuhlmann)

Das Studium in Dortmund ist beendet, die Bachelorarbeit abgegeben. Die 23-jährige Lisa Lorch aus Enzkofen überbrückt die Zeit bis zur Ergebnisverkündung und dem Beginn eines Masterstudiengangs auf Sri Lanka.

Nehm mich bei der Hand und zeig mir deine Welt

Jetzt bin ich bereits seit einigen Wochen hier im Angels Home for Children. Mittlerweile habe ich mich gut eingelebt, kenne den Tagesablauf und habe mich mit meinen Aufgaben als Praktikantin vertraut gemacht. Die Mädchen sind mir bereits in dieser Zeit schon sehr ans Herz gewachsen und beglücken mich jeden Tag aufs Neue!

Über uns


In unserem Angels Home for Children und der daran angegliederten Ausbildungsstätte bekommen Mädchen und junge Frauen die Möglichkeit, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nach ihren Fähigkeiten und Interessen zu gestalten. Dabei begleiten und unterstützen wir sie mit Liebe, Humor und Vertrauen.

Wir brauchen Volunteers in Sri Lanka


Du wolltest schon immer mal etwas Aufregendes machen? Aus deinem Alltag ausbrechen, dich in ein Abenteuer stürzen und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun? Dann ist ein Praktikum in unserem Angels Home vielleicht genau das Richtige für dich! Hier findest du weitere Informationen und wir freuen uns darauf, von dir zu hören!

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Jedes Mädchen hat das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben!


Gerade in den ländlichen und unterentwickelten Regionen Sri Lankas wird dies oft noch nicht akzeptiert und umgesetzt. Das weibliche Geschlecht hat deutliche Nachteile in den Bereichen Ausbildung, Unabhängigkeit und Chancengleichheit.Gerade in den ländlichen und unterentwickelten Regionen Sri Lankas wird dies oft noch nicht akzeptiert und umgesetzt. Das weibliche Geschlecht hat deutliche Nachteile in den Bereichen Ausbildung, Unabhängigkeit und Chancengleichheit. Hier sehen wir unseren Handlungsbedarf.

Unser Team


Frank Lieneke
Julia Fischer
Lisa Lorch
Tara O’Sullivan
Jerry
Clyde

Ihr lasst alle etwas hier


Mit Caroline Roos und Linda Wicker im Jahr 2012Linda Wicker ist Praktikantin Nummer 40 im Angels Home for Children und bevor sie ab Freitag für 2 Wochen auf Reisen geht, stand das obligatorische Abschlussgespräch mit ihr auf dem Plan. Was fand ich gut? Was war schwierig? Was nehme ich mit und auf was kann ich verzichten? Es ist immer wieder interessant, immer wieder anders und immer wieder lehrreich, die Erfahrungen der Praktikantinnen Revue passieren zu lassen.

Genauso wie unsere Mädchen sind auch die Praktikantinnen total verschiedene Persönlichkeiten, mit dem Unterschied, dass man sich alle 2-3 Monate auf jemand Neuen einstellen muss. Es ist normal und menschlich, dass man nicht mit allen auf der gleichen Wellenlänge ist, dass in manchen Punkten Meinungen auseinander gehen und man sich in anderen wiederrum prima versteht. Nichtsdestotrotz versuchen wir, mit allen einen freundschaftlichen und lockeren Umgang zu pflegen. Dazu gehören ehrliche Feedbackrunden genauso wie abendliche Treffen in unserem Lieblingsrestaurant und das Klarkommen mit unserem teilweise recht schwarzen Humor.

Bestimmt hat man es als Praktikantin bei uns nicht immer einfach, aber ich möchte dennoch behaupten, dass alle, die bisher hier waren, diese Erfahrung nicht missen möchten und in irgendeiner Form etwas für ihre Zukunft mitnehmen; sei es nun die Einsicht, dass die Arbeit mit Kindern doch nicht das Richtige ist oder die Konsequenz, ganze Lebenseinstellungen zu überdenken.

Ich glaube nicht, dass bisher eine Praktikantin hier weggegangen ist, ohne dass sie das in irgendeiner Hinsicht verändert hat. Vielleicht merken viele die Veränderungen erst später, aber die Erfahrungen, die man hier macht, sowohl positive als auch negative, gehen nicht spurlos an einem Menschen vorüber.

Madeleine Eggler mit Nawanjena und Hiruni im Jahr 2009In den Auswertungsgesprächen gibt es natürlich Themen, die immer wieder auftauchen. Eines davon ist die Frage, wie schnell man als Praktikantin vergessen wird. Keine unbegründete Sorge bei der hohen Fluktuation, die mittlerweile im Angels Home for Children herrscht. Für die Kinder ist das auch nicht einfach und man kann tatsächlich in den letzten Jahren beobachten, dass Praktikantinnen es insbesondere bei den älteren Mädchen nicht gerade leichter haben. Wenn man da nicht gerade mit einem glänzenden Bollywood-Wissen oder dem neusten Tanz von Shakira daher kommt, ist es schwierig, einen bleibenden Eindruck bei den Teenies zu hinterlassen. Schwierig ja, aber nicht unmöglich. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Praktikantinnen der letzten Jahre irgendetwas zurückgelassen haben. Es ist vielleicht nicht immer der Name oder das Gesicht, was in den Köpfen der Mädchen hängen bleibt, aber vielleicht ein neues Spiel, eine Regel, ein Grußwort, Bastelutensilien oder Rechenwege. Die Hinterlassenschaften sind so vielfältig und jede Praktikantin war zumindest für einen Zeitraum von 2 oder 3 Monaten Teil des Alltags unserer Mädchen. Es ist eigentlich unmöglich, in dieser Zeit nichts zurückzulassen.

Zu einigen unserer Praktikantinnen reißt der Kontakt nach dem Aufenthalt ab. Zu anderen hingegen pflegen wir seit Jahren regelmäßigen Schriftverkehr, es entstehen Patenschaften und wir bekommen erneuten Besuch von ihnen. Beide Varianten sind für uns in Ordnung. Es gibt auch welche, die sich monate- oder jahrelang gar nicht melden und irgendwann kommt mal wieder eine Mail, in der sie uns gestehen, wie oft sie noch an das Angels Home und die Mädchen denken müssen und wie grundlegend das Praktikum sie doch verändert hat. Für uns ist das natürlich auch ein schöner Verdienst, wenn man sich auf die Fahne schreiben kann, die Weltanschauungen und Zukunftspläne einer jungen Frau mitgeformt zu haben.

Valeska Borges im Jahr 2007 mit unseren ersten 18 MädchenNichtsdestotrotz ist und bleibt es ein Fakt, dass Praktikantinnen kommen und gehen und manche vielleicht schneller in Vergessenheit geraten als andere. Ich verstehe gut, dass man damit nur schlecht zurecht kommt, wenn man sich über Monate hinweg Mühe gegeben hat, den Mädchen etwas beizubringen oder sie zum Lächeln zu bringen. Auf der anderen Seite ist es eben auch eine Erfahrung – wenn auch keine leichte – die dazu gehört, etwas aus diesem Praktikum mitzunehmen. Und wenn ihr mich fragt, habt ihr auch alle etwas hiergelassen und dieses Kinderheim zu dem gemacht, was es heute ist.

Herzlichen Dank dafür und liebe Grüße von uns allen!

Julia

 

Wir waren da