Julias singhalesischer Kindergeburtstag. 28.09.2011

Meine Freundin Kathi am SchlägerAm Freitag habe ich das erste Mal seit 5 Jahren meinen Geburtstag mal wieder in Deutschland gefeiert. Ich bin 28 Jahre alt geworden und habe wieder einmal festgestellt, wie schnell doch die Zeit vergeht. Dabei kommt es mir so vor, als ob es erst gestern war, als ich 10 Jahre alt geworden bin und am Morgen ein lang ersehntes Haustier, einen Chinchilla, samt Käfig in meinem Zimmer vorgefunden habe. Und weil ich 10 Jahre alt geworden bin, durfte ich mir zu meiner Feier am Nachmittag auch 10 Gäste einladen. Ihr könnt euch vorstellen, was das für ein toller Kindergeburtstag war...

Aber warum sollte man eigentlich als Erwachsener keinen Kindergeburtstag mehr feiern? Das hab ich mir dieses Jahr gedacht und kurzerhand eine Feier geplant, bei der wir alle mal wieder wie die Kleinen ausgelassen miteinander spielen. Und was bietet sich besser an, als singhalesische Kinderspiele?

Kumpel Stefan legte sich mächtig ins ZeugVoller Einsatz bei allen MitspielernWir haben uns gegen 16 Uhr auf dem kleinen Sportplatz meines Heimatdorfs Gerthausen getroffen, wo mir meine lieben Eltern und Brüder geholfen haben, ein paar Tische mit Knabbereien, Bowle und anderen Getränken aufzustellen. Die Gäste trudelten nach und nach ein und gegen 16.30 Uhr waren wir schließlich schon genug Leute, um das erste Elle-Spiel zu beginnen. In jedem Team 9 Mitspieler waren völlig ausreichend und nachdem ich das Spiel erklärt hatte, ging es auch schon los. Wir hatten einen riesen Spaß und es hat sich mehr als gelohnt, extra einen Elle-Schläger und zwei Tennisbälle mit nach Deutschland zu bringen. Zwar konnte ich die ganze Zeit nur als Ball-Werfer und Schiedsrichter fungieren, da mich zwei übel aufgekratzte und entzündete Mückenstiche aus Sri Lanka noch etwas fußlahm machten, aber trotzdem hatte auch ich meinen Spaß und schließlich wäre es auch unfair gewesen, den „Profi“ in einem Team mitspielen zu lassen... ;-) Nach der ersten Halbzeit gab´s natürlich auch erstmal eine Runde Arrak für alle Mitspieler. Denn schließlich war es ja ein Kindergeburtstag für Erwachsene.

Alle, die keine rechte Lust hatten, sich zu bewegen, konnten sich entweder mit dem singhalesischen Brettspiel Carrom die Zeit vertreiben oder die beiden Teams anfeuern und dabei in der Sonne sitzen. Nach dem ersten Elle-Spiel wollte ich es mal mit dem Lieblingsspiel unserer Mädchen, genannt Kabaddi, versuchen. Ob es nun an dem provisorischen Spielfeld oder an meinen Erklärungskünsten lag, weiß ich nicht recht, aber das Kabaddi-Spiel wollte niemanden so recht begeistern bzw. war vermutlich auch die Angst groß, sich zu verletzen. Deshalb beschlossen wir nach 5 kurzen Runden Kabaddi, lieber noch eine Partie Elle zu spielen. Und siehe da; ganz plötzlich hatten wir auch wieder mehr Mitspieler.

Auch die Nicht-Spieler sind bei netten Gesprächen auf ihre Kosten gekommen.Meine Freundin Seugi und Partner Fabi beim Carrom-Spielen.Kabaddi mit provisorischem Spielfeld und viel Verwirrung über die Regeln

Als es irgendwann langsam kalt und dunkel wurde, sind wir in das Vereinshaus der Gerthäuser Feuerwehr umgezogen. Dort gibt es einen netten kleinen Raum mit ausreichend Sitzplätzen und einer angrenzenden Küche, in der alles vorhanden ist, was man für eine Party so braucht. Meine zahlreichen Gäste haben alle etwas Ess- oder Trinkbares mitgebracht, sodass wir zum Abendbrot ein super Buffet mit vielen verschiedenen Salaten, Saucen, Käse, Aufschnitt, Bratwürsten und Steaks hatten. Für das leibliche Wohl war also bestens gesorgt und wir ließen meinen Geburtstag schließlich mit einigen Getränken und netten Gesprächen ausklingen.

Das Buffet zum AbendbrotViele liebe Gäste machten den Abend zu etwas BesonderemAm Ende gab´s sogar noch musikalische Unterhaltung von meinem Kumpel Ecki

Alles in allem ein sehr gelungener Tag mit vielen, vielen lieben Menschen und einer tollen Feier. An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

So viele Blumen nur für mich...

Hauptkategorie: Tagebuch Julia Fischer
in Tagebuch Julia 2011
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