Tagebuch Julia Fischer. Thüringer Klöße und Hasenbraten. 18.11.2010

Heute grüße ich euch zur Abwechlung mal aus meiner Heimat in Südthüringen. Warum? Aaaaaaaaaaaaaalso... das kam so:

Weil ich ganz, ganz liebe Freundinnen zu Hause habe, die immer fein an mich denken, Homepage und Flugpreise stets im Auge haben und überhaupt unersetzbar sind, ist ihnen natürlich auch nicht das Super-Schnäppchen von Condor entgangen, womit man vom 07. bis 20.11. für knappe 500 Euro nach Frankfurt und zurück fliegen konnte. Und weil ich ja im September erst Geburtstag hatte, haben sich die verrückten Hühner zusammengeschlossen, meine Eltern noch mit "ins Boot geholt" und mir kurzerhand nachträglich einen Flug geschenkt.

Damit ihr auch wisst, von wem die Rede ist, mache ich hier mal eine kurze Vorstellungsrunde:

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Erfahren habe ich von dem ganzen Plan erst 3 Tage vorher und eine Widerrede ließen sie nicht zu. Verlockend war´s natürlich auch und deshalb hab ich einfach mal ganz spontan zugesagt und bin nun seit 10 Tagen in Deutschland und am Samstag geht´s schon wieder zurück nach Sri Lanka.

Bild3Bild4Zwar habe ich mir nicht gerade das beste Wetter für einen Deutschland-Trip ausgesucht, aber was soll´s. Es ist trotzdem schön, mal wieder hier zu sein. Ich genieße das deutsche Essen und lange Spaziergänge durch die Rhönlandschaft. Außerdem konnte ich endlich persönlich den Nachwuchs meiner beiden Freundinnen auf dieser Welt willkommen heißen und in diesem Zusammenhang auch das eine oder andere Gläschen Wein mit ihnen trinken und nette Gespräche führen. Nicht zu verachten sind natürlich auch Mittagsschläfchen im eigenen Bett, wenn man sich schön einkuscheln kann, während es draußen regnet... Ich könnte noch viele solche Dinge aufzählen, die ich hier momentan sehr genieße, aber ich möchte Frank nicht ganz so sehr eifersüchtig machen... 

Der Zeitpunkt für meine kleine Auszeit hätte natürlich besser sein können, denn wir haben momentan allerhand um die Ohren mit den Vorbereitungen für unsere Eröffnungsfeier und auch Weihnachten steht ja quasi schon wieder vor Tür. Trotzdem bekommt man natürlich nicht alle Tage die Chance, umsonst nach Deutschland zu fliegen und weil das Frank ganz genauso gesehen hat und mich schon für doof erklären wollte, weil ich Zweifel hatte, das Angebot anzunehmen, habe ich schließlich zugesagt und bin jetzt auch sehr froh darüber!

Nun sind es auch nur noch 3 Tage und dann hat mich der Alltag wieder. Im neuen Baubericht habe ich schon gestaunt, was während meiner Abwesenheit schon wieder alles passiert ist und bin gespannt darauf, die neuen Einrichtungsgegenstände live zu sehen. Natürlich freue ich mich auch schon wieder riesig auf unsere Mädels und meine beiden Hunde Bonnie und Clyde. Trotzdem erwartet mich eine ganze Menge Arbeit, wenn ich zurückkomme. Insbesondere auch deshalb, da wir nun bis einschließlich Januar keine Praktikantinnen bei uns haben werden. Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, weil wir momentan so viel mit der Umstrukturierung vom alten aufs neue Heim zu tun haben, dass wir glauben, keine optimale Praktikumsbetreuung gewährleisten zu können. Außerdem brauchen wir beide vor allem jetzt - in der letzten heißen Phase - zumindest bei uns zu Hause ein wenig Privatsphäre und Abstand von allem, was mit dem Heim zu tun hat. Ich denke, dass kann jeder nachvollziehen und ab Februar geht es ja dann auch wieder wie gewohnt mit Praktikantinnen und ihren Berichten auf der Homepage weiter. 

So, nun werde ich versuchen, meine letzten Tage in Deutschland noch zu genießen und melde mich dann bestimmt bald wieder aus Marawila.

Bitterkalte Grüße aus Gerthausen,

Julia.

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