Gedichte und grandiose Musik

Christmas-Cabaret-Flyer

Niemand hätte gedacht, dass aus einer spontanen Idee bei einem mittelmäßigen Mensaessen einmal etwas so großartiges entstehen würde. Und eigentlich waren wir, also eine gemischte Gruppe aus Professoren und Mitarbeitern unterschiedlicher Fachbereiche des Instituts für Anglistik und Amerikanistik an der Uni Würzburg, monatelang auch eher damit beschäftigt, uns lustige Beiträge für Kollegen auszudenken, als an die tatsächliche Planung des Kabaretts zu gehen – denn schließlich

ging niemand ernsthaft davon aus, dass dieses jemals stattfinden würde.

Daniela Anton stellt unser Projekt vorDie so im Spaß geplanten Kunstreitnummern, Bauchrednervorführungen oder Bauchtanzdarbietungen wurden schlussendlich tatsächlich nicht aufgeführt. Allerdings war das aus 14 verschiedenen Darbietungen bestehende Programm sicherlich nicht minder kreativ und veranlasste einige Studenten dazu, am 12.12.2012 bereits eineinhalb Stunden vor Showbeginn mit Glühwein und Proviant ausgestattet vor der Tür Stellung zu beziehen, um einen möglichst guten Platz zu bekommen. Dass dies notwendig war, zeigte sich spätestens zum Einlass, als sich die Schlange der Wartenden vor der Kellerperle, der Studenten-Kulturkneipe, in der das Ganze stattfand, bis weit durch den Hof bis auf die Straße zog und sich dort noch auf dem Bürgersteig langkringelte. Um 20.30Uhr war die Kellerperle dann zum Bersten voll und nachdem neben den etwa 20 ‚Stars‘ noch etwa 240 Studenten und Interessierte im Raum waren, die teilweise hinter Säulen standen und das Programm nur hören und nicht sehen konnten, mussten etwa 100 potentielle Gäste fortgeschickt werden.

ImprovisationstheaterLieder von Tom Waits am KlavierNun jagte, wie Daniel Schulze, der eigentliche Initiator der Kabarett-Idee, immer wieder ankündigte, vor dem staunenden Publikum tatsächlich ein Top-Act den anderen und es wurden ungeahnte Talente offenbar, die im Raum Begeisterung und Jubel auslösten und die Zuschauer zum Mitmachen und Mitsingen animierten. Denn welcher Student möchte nicht gerne einmal seinen Professor sehen,wie er am Piano Lieder von Tom Waits zum Besten gibt? Oder seine Dozenten, die in knalligen Kostümen die Werke von Charles Dickens zum Leben erwecken? Oder Kollegen aus der Sprachpraxis, die sich beim Improvisieren richtig ins Zeug legen?

Kurz und gut, das Christmas Cabaretwar genau das, was es sein sollte: AMAZING!Ich persönlich glaube, ich hatte selten eine so hektische, schlaffreie und gleichzeitig unglaublich überwältigende Woche wie diese. Ich werde wohl niemals im Leben mehr „Mamma Mia“ hören können, ohne dazu zu tanzen, und bei „Time of My Life“ nun immer darauf warten, dass ich von drei Kollegen in die Luft gehoben werde.Und dass wir am Ende des Abends über 1.200 € für EUCH und die Mädels zählen konnten, hat das Ganze perfekt gemacht.

Musik von AbbaIch möchte an dieser Stelle noch einmal allen meinen Kollegen von Herzen danken, die so unermüdlich am Kabarett gearbeitet haben, die sofort zugestimmt haben, als die Idee aufkam, für euch zu sammeln und die mit ihren fantastischen Ideen - und der noch besseren Umsetzung - meine Zeit an der Uni immer wieder verschönert haben.

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Liebe Grüße aus Würzburg,

eure Dani

in Aktionen für das Drylands Project
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