Manuela Sinsel will helfen. 19.06.2009


Vorfreude und Aufregung stehen Manuela Sinsel förmlich ins Gesicht geschrieben. Ab 24. Juni ist sie für zwei Monate als Praktikantin tätig - und zwar in Sri Lanka. Unter nicht gerade alltäglichen Umständen betreut sie dort zusammen mit einer Studienkollegin Kinder in einem Waisenhaus. Manuela Sinsel aus Lindau muss noch an vieles denken, bevor es in einer Woche heißt - "Tschüss Deutschland - Sri Lanka ich komme!"...

Eine Prüfung trennt Sinsel noch vom Ende ihres Lehramtstudiums, und die Zeit bis zum Beginn des Referendariats nutzt sie, um sich in einem Waisenhaus der Organisation Dry Lands Project nützlich zu machen. Die 25-Jährige studiert Deutsch und Englisch auf Lehramt und hat durch Praktikumsstellen in verschiedenen Bereichen schon einiges an Erfahrung mit Kindern gesammelt.

Die Idee zu einem Auslandsaufenthalt kam Sinsel schon vor einiger Zeit, dass es schlussendlich nach Sri Lanka geht, war aber eigentlich nicht geplant. "Ich hätte mich sehr für Afrika interessiert, wurde aber auf der Suche nach einem geeigneten Projekt nicht fündig." Die Freundin, die sie auch nach Sri Lanka begleitet, stolperte dann im Internet über die Homepage des Dry Lands Project.

Das Waisenhaus Angels Home for Children in Marawila, wurde 2005 von dem Deutschen Frank Lieneke begründet und nahm 2006 erstmals Kinder auf. Etwa 20 Mädchen zwischen fünf und 17 Jahren, die entweder Vollwaisen sind, oder deren Familien schlichtweg zu arm sind, um sich ausreichend um sie zu kümmern, beherbergt das Heim. Ein weiterer Grund für die Abschiebung der eigenen Kinder in Sri Lanka ist die Trennung und Wiederverheiratung der Eltern. Sinsels Aufgabe besteht darin, die Mädchen in Englisch zu unterrichten, Hausaufgaben mit ihnen zu machen und den Bekanntheitsgrad des Projekts durch Öffentlichkeitsarbeit zu steigern.

Ganz ungefährlich ist das alles natürlich nicht - offiziell ist der Bürgerkrieg in Sri Lanka zwar beendet, doch in gewissen Regionen ist die Gefahr immer noch nicht ganz gebannt. "Meine Eltern machen sich schon große Sorgen, doch ich freue mich auf die Herausforderung." Eine Herausforderung wird das allerdings, denn viele der Kinder kommen aus extrem armen und schwierigen Verhältnissen. Auch die extremen kulturellen Unterschiede führen zu Schwierigkeiten

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