Sri-Lanka-Kinderhilfe organisiert sich. 15.05.2009


Freundeskreis will Dry Land Project e.V., Betreiberverein eines Waisenheims in Sri Lanka, unterstützen.

Das Angels Home in Marawila ermöglichten diesen Waisenmädchen eine behütete Kindheit mit Versorgung und Ausbildung. Fotograf/Quelle: privat

Sonnenuntergang

Meiningen/Gerthausen. Vor kurzem hat sich in Meiningen ein Freundeskreis gegründet, der das Kinderwaisenheim „Angels Home for Children" in Sri Lanka öffentlichkeitswirksam unterstützen will. Die Kindereinrichtung wird nun schon seit mehreren Jahren von deutschen Initiatoren und weiteren engagierten Mitarbeitern betrieben und betreut.

Julia Fischer aus Gerthausen (wir berichteten schon mehrfach über die junge Frau) arbeitet schon seit zwei Jahren ehrenamtlich in diesem Heim. Zurzeit auf Heimaturlaub, hatte sie jetzt einen breiten Kreis von Sponsoren und Projektpaten in das Vereinsheim „Haus der guten Laune" in Meiningen eingeladen, um sich für die umfangreiche Hilfe für das Angels Home persönlich zu bedanken.

Bei dieser Einrichtung handelt es sich um ein Waisenheim für Mädchen in Marawila (Westküste der Insel), das 2006 eröffnet wurde und mittlerweile 18 Kindern on 6 bis 16 Jahren ein Zuhause gibt. Julia Fischer kümmert sich gemeinsam mit Projektleiter Frank Lieneke aus Lengerich um die gesamte Verwaltung, Organisation sowie den Erhalt des Projekts.
Bei der Dankeschön-Veranstaltung konnte die Gerthäuserin in Wort und Bild vermitteln, dass jeder gespendete Euro für das persönliche Wohlergehen der Kinder, ihre Wohn- und Lebensbedingungen sowie für ihre Aus- und Weiterbildung eingesetzt wird.
Natürlich ist es schwer, sich als kleine Hilfsorganisation auf ehrenamtlicher Basis zu behaupten, immer wieder die ehrliche, öffentlich nachvollziehbare Arbeit nachzuweisen und um die Arbeitserlaubnis zm Wohle der Kinder zu kämpfen. Nur den großzügigen Spendern und Förderern dieses Projekts, des Dry Lands Project e.V., ist es zu verdanken, dass eine dreijährige erfolgreiche Arbeit geleistet werden konnte, wie man sich auf der Internetseite www.dry-lands.org überzeugen kann.

Die Darlegung der finanziellen Situation im Heim, der politischen Bedingungen (Bürgerkrieg zwischen Singhalesen und Tamilen), der wirtschaftlichen Umstände, aber auch der bürokratischen Hürden in Sri Lanka zeigte, welch große Herausforderungen Julia Fischer und ihre Mitstreiter tagtäglich bewältigen müssen. „Manchmal sind die Bedingungen so schwer, dass uns nur noch der Glaube und die Hoffnung sowie die dankbaren Kinderaugen an unserer selbst gestellten Aufgabe festhalten lassen!", gestand Julia Fischer ihren Gästen ein.
Durch Kinder- und Projektpatenschaften - hierfür geben ständige Spender in regelmäßigen Abständen Geld - werden derzeit für dieses Projekt etwa 1000 Euro im Monat abgesichert. Circa 1500 Euro würden aber für eine Normalversorgung der Kinder, für ihre Ausbildung, das Heim sowie das notwendige Personal benötigt. Die Differenz von 500 Euro konnte bisher meist über Einzelspenden, zum größten Teil aus Deutschland, abgesichert werden. Die Krisenentwicklung macht aber auch um Sri Lanka keinen Bogen, sodass man neue Anstrengungen unternehmen und neue Finanzierungswege finden muss.

In dieser Dankeschön-Veranstaltung kam nun die Anregung anwesender Sponsoren und Projektpaten, einen Freundeskreis „Kinderhilfe für Sri Lanka" zu bilden, um die Arbeit im Angels Home zielgerichtet zu unterstützen. Die Idee wurde sogleich in die Tat umgesetzt. Die Mitglieder möchten nun Einzelpersonen, Familien, Firmen und Organisationen auffordern, sich dem Freundeskreis anzuschließen, über eine sinnvolle Förderung und Unterstützung der Initiative nachzudenken und sich zur Hilfe in der Dritten Welt zu bekennen.

Der Freundeskreis steht zu folgenden Überzeugungen:

- Das Wirken von Julia Fischer sowie der anderen Initiatoren im Kinderwaisenheim auf ehrenamtlicher Basis verdient allerhöchste Anerkennung und Mithilfe. „Es ist ein Stück Erlebnis aus unserem unmittelbaren Lebenskreis und nicht aus der Anonymität", formuliert der Freundeskreis.

- Der Weg des Spendengeldes, der öffentlich nachvollziehbare „verlustfreie" Einsatz durch die namentliche Darstellung der Sponsoren und die Aufführung der Ausgaben, die nachvollziehbare Jahressteuererklärung des Vereins und der Wille, in Sri Lanka um das Wohl der Waisenkinder zu kämpfen, veranlasst den Freudeskreis, weitere Unterstützung zu gewähren.

- Durch das persönliche Wirken für die gute Sache und die Darstellung des Projektes in der Öffentlichkeit möchte der Freundeskreis ein Beispiel geben für die „direkte Verbundenheit und Unterstützung in einem bewundernswürdigen Hilfsprojekt".

Um die Entwicklung des Freundeskreises und der erhofften Initiativen einzuschätzen, soll im November das nächste Treffen stattfinden. Bisher wird der Freundeskreis „Kinderhilfe für Sri Lanka" von folgenden Personen aus Meiningen und Umgebung mitgetragen: Familie Dr. Günter Marek, Rolf Baumann, Mitglied des Landtages, und Familie, Bernd und Dr. Doris Vonderlind, Thomas und Christiane Michel, Patentanwaltskanzlei Engel aus Suhl, Klaus und Andrea Bode, Familie Wolfgang Heurich, Familie Marco Fischer aus Hessberg sowie Julias Eltern Wolfgang und Marion Fischer aus Gerthausen.

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