Vor rund elf Monaten habe ich zum ersten Mal mit Frank telefoniert. Er erzählte mir vom Angels Home und von der Arbeit vor Ort. Nach diesem Gespräch war für mich ziemlich schnell klar: Genau hier möchte ich mein Praktikum machen. Damals war das Ganze noch weit weg. Es gab eine kurze Aufregung, ein gutes Bauchgefühl und dann ging der Alltag erst einmal weiter.
Zwischen Studium, Prüfungen, Arbeit und Sport rückte das Praktikum gedanklich immer wieder in den Hintergrund. Und dann ging plötzlich alles sehr schnell. Der Visaprozess holte mich täglich zurück in die Realität und machte deutlich, dass es bald wirklich losgeht. Gleichzeitig brachte er auch Nervosität mit sich. Paar Tage vor der Abreise hatten wir kein Visum. Der Gedanke, dass das Ganze vielleicht doch nicht klappt, tauchte mehr als einmal auf. Zwei Tage vor der Abreise sass ich dann sieben Stunden im Zug auf dem Weg ins Konsulat. Am Ende hat es sich gelohnt. Der Stempel war im Reisepass. Erleichterung pur.
Und nun zu mir:
Hi, ich bin Maura, 23 Jahre alt und komme aus der Schweiz. Dort studiere ich Soziale Arbeit und habe im Rahmen meines Studiums die Möglichkeit, die nächsten viereinhalb Monate im Angels Home zu verbringen.
Arbeitserfahrung konnte ich bereits in unterschiedlichen Bereichen sammeln, unter anderem im Krankenhaus, im Altersheim und beim Sozialamt sowie in einem Asylheim in der Arbeit mit Geflüchteten. Zudem war ich als Volunteer in Afrika tätig. Die Arbeit mit Kindern hat mich schon immer interessiert, bisher hatte ich jedoch noch wenig Gelegenheit, diesen Bereich vertieft kkennenzulernen. Genau das möchte ich nun ändern!
Ich freue mich sehr darauf, in das Arbeitsleben vor Ort einzutauchen und die Kultur der Singhales:innen kennenzulernen. Dabei wird es sicherlich viele positive Erfahrungen geben, aber auch Herausforderungen,
Es ist die erste Woche hier. Im Moment bedeutet das vor allem, anzukommen und die Mädchen sowie den Staff kennenzulernen, Orientierung finden und die vielen Eindrücke sortieren. Die Gefühle schwanken dabei zwischen grosser Freude und einer gewissen Überforderung. Beides darf gerade da sein. Das erste grosse To-do ist, mir all die Namen der Kinder zu merken hihi.
Sooo, das war's erst einmal von mir und von der Person hinten den kommenden Blogeinträgen. Natürlich werdet ihr auch von Alessia lesen. Sie begleitet mich auf dieser Reise, was sehr schön ist. Es tut gut, jemanden an meiner Seite zu haben, mit dem ich mich auf Schweizerdeutsch austauschen und die Erlebnisse teilen kann:)
See youu soon 👋🏼👋🏼👋🏼
Eure Maura