Da musste ich mir doch wirklich in den letzten Tagen eine andere sinnvolle Beschäftigung suchen, bei der man nicht auf Elektrizität angewiesen ist. Panik- ungewohnt, ich bin doch so abhängig von technischen Geräten. So kann man doch nicht arbeiten, dachte ich, bevor ich die Matron fragte, wie ich das Personal im Heim, das die Kinder betreut, unterstützen kann.
Das Menü des Tages
Garnelencurry mit Okra- und Bohnengemüse und Süßkartoffeln dazu Gemüsereis.
Frische Papaya mit Limettensaft
Klingt gut? Schmeckt auch so. Da hab ich mal für alle, die das hier Lesen das Rezept ausspioniert. Allerdings ohne Mengenangabe, denn wer will das schon wie Deepani für mehr als 30 Personen kochen, oder?
Angefangen mit dem Reis. Der ist irgendwie klebriger, also nicht Uncle Bens verwenden zum Nachkochen. Dann Möhren und eine Lauchstange in Palmenöl anbraten, Reis dazu, Ei drüber, umrühren, fertig.
Okragemüse (Englisch: Ladyfingers, Singalesisch: Bandaka) mit Kokosmilch, ein bisschen Wasser, etwas Salz, viel zerstampftem Knoblauch, Safran, Chilipulver und Zwiebelscheiben zum Kochen bringen…das war es schon. Kochen bis das ganze weich ist.
Brechbohnen brechen. In Kokosmilch mit etwas Salz und frischen, geviertelten Chilischoten und Currypulver aufkochen. Später kommen Zwiebeln, Dillsamen und getrocknete Curryblätter hinzu. Garen!
Süßkartoffeln putzen. In große Würfel schneiden. Dieselbe Verfahrensweise und gleichen Zutaten wie beim Bohnengemüsen…es ist ein Muster erkennbar. Aber die Dillsamen werden durch gemahlene Senfkörner ersetzt und durch Safran ergänzt.
Die Garnelen: Knoblauch und Ingwer zerstampfen und zusammen mit den in Scheiben geschnittenen Zwiebeln und den längs halbierten Chilischoten anbraten. Dann kommen die Garnelen, etwas Salz, Curryblätter, Dillsamen, Chilipulver, Wasser und in Scheiben geschnittene Tomaten dazu. Braten, bis das Wasser verdunstet ist.
Last but not Least- die Papaya vierteln, Kerne entfernen und mit Limettensaft beträufeln.
Noch Fragen???
Stimmt: Die Anleitung zum Essen fehlt noch. Hier noch die wichtigsten Regeln:
- Das Essen abkühlen lassen (es wird kalt gegessen).
- Gegessen wird mit der rechten Hand.
- Mit den Fingern wird auf dem Teller alles zu einem Brei zusammengematscht.
- Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger funktionieren wie eine Zange mit der man den Brei dann aufnimmt.
- Dann schiebt man die drei Finger samt Brei in den Mund.
- Man wiederholt Schritt 2-5 bis man satt ist…
Ich mag es, mit den Fingern zu essen, und ich mag Sri Lankisches Essen, auch wenn es jeden Tag zum Mittag das Gleiche gibt: Reis mit verschiedenen Currybeilagen. Das macht die Kochausbildung einfacher: Kann man ein Gericht kochen, kann man sie alle Kochen und leichte Variationen in der Gemüse- oder Fischsorte vornehmen. Seit einigen Wochen erhöhe ich täglich meine Chilitolaranz. Inzwischen schmeckt nicht alles mehr einfach nur scharf. Auf den täglichen Reis zum Frühstück und zum Abendbrot, den die Kinder und das Personal hier im Heim und ich denke, auch alle anderen Sri Lankis normalweise zu sich nehmen, verzichte ich aber immer noch gerne. Es gibt ja Cornflakes im Supermarkt
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Viel Spaß beim Nachkochen und ein weiterer Asientip: Ein voller Akku ist immer gut
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Katja

