30 Tage unterwegs

Mit der Eisenbahn quer durch Sri LankaHallo ihr Lieben,

nach meiner 30 taegigen Tour quer durch Sri Lanka, natuerlich mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln, bin ich am letzten Samstagabend im Angels Home for Children zurueck gekehrt. Ich wurde von den Kindern und dem Personal sehr herzlich begruesst. Alle haben sich so sehr gefreut, so dass mir tatsaechlich die eine oder andere Traene ueber die Wangen lief.

Waehrend meiner Reise konnte ich so viele Erlebnisse und Erfahrungen machen, die ich gar nicht alle erwaehnen kann. Ich habe so viele nette Menschen kennen gelernt, natuerlich habe ich auch mal nicht ganz so liebevolle Leute getroffen, und ich habe ziemlich viele verschiedene Tiere gesehen: Elefanten, Wale, Delphine, Schildkroeten, Haie, Affen, Warane, Korokodile, Pfauen, Schlangen, Huehner, riesen Schmetterlinge und riesen Bienen, Froesche, die sich gerne in den Toilettenspuelungen aufhielten, Rehe, Wasserbueffel einen Leoparden, ja ich habe wirklich einen Leoparden gesehen, und jede Menge verschiedene bunte Voegel, nicht zu vergessen: saemtliche nervige Insekten.

Die Buddhastatue in MihintaleDie Faehre zur Island DelftMeine Reise begann am 05.01.2012 in Anuradhapura, wo ich u.a eine Regentour durch die Tempelanlagen mit einer Japanerin, einen Ausflug in den Wildpattu- Nationalpark mit einer Gruppe sehr lustiger junger Menschen und eine Wanderung in Mihintale mit einer deutschen Touristen gemacht habe.

Anschliessend ging es weiter in den Norden nach Jaffna, wo ich ein wunderbares Inselhopping gemacht habe. Zuerst ging es mit dem Bus ueber die Daemme auf die kleinen Inseln Kayts und Kurichchikadu und danach mit dem Boot auf Island Delft, wo ich einen Einblick in das Leben der Inselbewohner erleben durfte und wo ich mit drei Singhalesen mit dem Roller quer ueber die Insel gefahren bin. Erlebnis pur!

Die traumhafte Pigeon Island Die Aussicht vom Swami RockAm naechsten Tag bin ich nach einer dreisehnstuendigen Busfahrt (im Norden gibt es teilweise keine Strassen) in Uppuveli bei Trincomalee gelandet. Dort habe ich vier wunderbare Tage mit einem deutschen Paerchen verbracht. U. a. waren wir auf Pigeon Island, wo ich zum allerersten Mal in meinem Leben schnorcheln war. Die Insel ist einfach paradiesich und dort gibt es Haie!!! Leider habe ich die Haie nur vom Strand aus gesehen. Die beiden anderen haben sie beim Schnorcheln von ganz nah beobachten koennen. Ich durfte leider nicht mehr Schnorcheln, da wir keine Fins hatten und die Haie einen dann gegebenenfalls in die Fuesse beissen.

Trincomalee ist eine herrliche Stadt. Rund herum Wasser. Das Highlight war die kleine Wanderung zum Swami Rock, wo sich ein hinduistischer Tempel befindet. Die Aussicht ist paradiesisch schoen.

Mit dem Roller duch das Hinterland von Arugam BayVon Trincomalee bin ich die Kueste bis nach Arugam Bay entlang gefahren. Arugam Bay war ebenfalls paradiesisch und ein kleiner Fleck zum Chillen. Dort habe ich in einer kleinen Cabana geschlafen. Die Anlage war einfach der Hammer, ich fuehlte mich wie auf Hawaii, zumindest stelle ich es mir so vor. Ebenso genial waren die Leute. Absolut international und wir haben jeden Tag etwas gemeinsam unternommen. Einen Tag haben wir eine Rollertour die Kueste entlang bis nach Okanda gemacht und wir mussten feststellen das Inland ist ebenfalls der Hammer. Traumhaft! Ich fuehlte mich wie im Nationalpark. Ein Spaziergang auf den Bahnschienen von EllaWir haben einige Affen, Krokodile, Warane, Schlangen, Pfauen, Wasserbueffel, Echsen und natuerlich wunderschoene Voegel gesehen. Leider keine Elefanten. Aber die hatte ich am Vortag schon eine Strasse ueberqueren sehen und am Abend haben wir mit allen einen Spaziergang duch die Felder gemacht. Und da waren sie: eine Herde wilder Elefanten. Das war so beeindruckend. Tausendmal schoener als einen Elefanten im Nationalpark zu sehen. Ich habe mich einfach in die Ostkueste verliebt.

Daher konnte ich mich nur sehr schwer von der Ostkueste trennen, aber meine Reise ging weiter: in die Berge. Zuerst war ich in Ella, wo ich einen Spaziergang auf Bahnschienen gemacht habe. Ich wollte es erst nicht glauben, aber die Bahnschienen gelten in Sri Lanka als ganz normaler Fussweg.

Die Teeplantagen von HaputaleSchon am naechten Tag ging es nach Haputale, wo ich die Belgier aus Anuradhapura und zwei deutsche Paerchen aus Uppuveli wieder gesehen habe. Das war total schoen und so konnten wir gemeinsam den Liptons Seat, der Am fruehen Morgen auf dem Adams Peakumgeben von Teeplantagen ist, hoch laufen. Schon dort musste ich feststellen: Wandern in den Bergen ist absolut nichts fuer mich! Aber es sollte ja noch schlimmer kommen.

In Nuwara Eliya habe ich mich mit Rahel getroffen. Nach einem Spaziergang durch die Teeplantagen, haben wir uns am naechsten Tag auf dem Weg nach Dalhousie gemacht und sind tatsaechlich in der Nacht den Adams Peak gelaufen. Auf jedenfall eine Erfahrung wert aber man muss 1 Woche Muskelkater einplanen.

Daher sind wir direkt, wirklich direkt, an die Suedkueste nach Hikkaduwa gefahren. Nach einer 13 stuendigen Fahrt kamen wir dann voellig fertig an. In Hikkaduwa haben wir ganze drei Tage lang nur gechillt, gegessen und geshoppt. Typischer Strandurlaub. Fuer mich war es erst einmal eine totale Umstellung so viele Touristen zu sehen, in Bikini am Strand liegen und die Moeglichkeit zu haben shoppen gehen zu koennen.

Von Hikkaduwa ging es weiter nach Marissa, wo unseres Highlight die Waltour war. Ja.. wir haben Wale gesehen. Allerdings war es eher eine Waljagdt von saemtlichen Touristenschiffen.

Ein zahmer Elefant im Yala-NationalparkIm Anschluss ging es nach Tissa, wo wir nach einer sehr besonderen Nacht (an dieser Stelle schreibt Rahel genaueres in ihrem Bericht) eine Safaritour durch den Yala-Nationalpark gemacht haben. Rahel war von den Elefanten total begeistert. Ich war allerdings sehr enttaeuscht. Zu viel Tourismus: die Elefanten waren schon so an die Menschen gewoehnt, sodass sie direkt an die Jeeps kamen. Da war die wilde Elefantenherde in Arugam Bay wesentlich beeindruckender.

Frauen in einer Batikfabrik in GalleIn Tangalle haben Rahel und ich unseren letzten gemeinsamen Tag am Strand verbracht. Sie fuhr zurueck ins Angels Home und fuer mich ging es weiter nach Unawatuna. Unawatuna hat mir nicht so gut gefallen: mega teuer und viel zu touristisch. Allerdings war mein Tagesausflug nach Galle mit einem Schweizerpaerchen und einem Deutschen wunderschoen.

Mein letzter Stop war Bentota. Ein wunderbarer Strand und eine paradiesische Lagune. Hier habe ich meine letzten Urlaubstage mit drei schweizer Maedchen verbracht. U. a. haben wir eine traumhafte schoene Bootstour gemacht.

An meinem letzten Tag war ich in Colomo schoppen. Mega cool. Ich war auch sehr erfolgreich. Am Abend kehrte ich zurueck ins Angels Home.

Hauptkategorie: Ehemalige Praktikanten
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