Doch der 47-Jährige möchte sich nicht auf seinem Erfolg ausruhen und ist stets daran interessiert, was um ihn herum passiert. Somit sind ihm die zahlreichen Überschwemmungsopfer im Osten und Norden des Landes nicht entgangen und für ihn ist klar: Da muss etwas getan werden und das möglichst schnell.
Frank Lieneke schildert die momentane Situation wie folgt:
„An der Südspitze Indiens befindet sich die kleine Insel Sri Lanka, die von ihren Bewohnern auch liebevoll „Perle des Indischen Ozeans“ genannt wird. Es ist wahrhaftig ein kleines Paradies und viele Urlauber schwärmen noch lange von der Freundlichkeit der Menschen oder der Schönheit der Natur.
Doch in den letzten Wochen verwandelte sich diese Idylle vor allem im Osten und Norden der Insel in ein Katastrophengebiet. Denn auch vor Asien macht der Klimawandel nicht Halt und deshalb haben sich die Zeiten für den Monsunregen geändert, der nun mit Unterbrechungen schon etwa vier bis fünf Monate anhält und wohl auch noch bis in den Februar hinein dauern wird. Wo sonst der Januar als beste Reisezeit für Sri Lanka empfohlen wurde, herrschen jetzt Überschwemmungen, gesperrte Straßen und geschlossene Touristenattraktionen.
Durch die starken Regenfälle, die einfach nicht aufhören wollen, kam es zu gefährlichen Erdrutschen und dadurch ausgelöste Schlammlawinen. Mittlerweile sind fast eine Million Menschen obdachlos geworden. Während einige von ihnen in notdürftig errichteten und nicht ausreichenden Zeltlagern untergekommen sind, befinden sich mehrere Hunderttausend auf der Flucht“.
Vor diesem Hintergrund plant Frank Lieneke eine Soforthilfe-Aktion für eines der betroffenen Gebiete, bei der er Lebensmittel, Kleidung und andere Hilfsgüter an die Zeltlager verteilen möchte. Dabei ist er auf Spenden angewiesen. Er hofft, das er auch durch Leser der Westfälischen Nachrichten Unterstützung findet. Lieneke möchte durch verschiedene PR-Aktionen Gelder akquirieren. „Ich versichere allen Spendern, das Geld persönlich in Sachwerte umzuwandeln und diese dann auch selbst in die betroffenen Gebiete zu bringen“, erklärt Frank Lieneke.
„Eröffnungsfeier war gestern, Überschwemmung ist heute“, so lautet das Motto des ehemaligen Veranstaltungstechnikers. Er möchte mit seiner Arbeit ein Zeichen setzen und hofft, dass sich zahlreiche andere Organisationen daran anschließen: „Man sollte stets über den Tellerrand hinausschauen und versuchen, auch anderen Menschen zu helfen“.
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