Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich wieder so schnell im Angels Home bin und Frank, Julia, meine Lieblingspraktikantin, Sophie Mörben, und last not but least die Mädels besuchen würde. Da es sich aber zeitlich so angeboten hatte, habe ich spontan einen Flug gebucht und bin wieder im geliebten Sri Lanka gelandet.
Ich kann kaum erklären, warum mir ausgerechnet Sri Lanka so sehr ins Herz gewachsen ist...aber an dieser Stelle maöchte ich einen Schriftsteller zitieren, der es hinsichtlich Indien mal auf den Punkt gebracht hat: „Wer Indien liebt, weiß es: Man kann nicht genau sagen, warum man es liebt. Das Land ist schmutzig, arm, verseucht; zuweilen auch diebisch und verlogen, häufig stinkend, korrupt, unbarmherzig und gleichgültig. Dennoch, hat man es einmal kennen gelernt, kommt man nicht mehr ohne es aus. Weilt man in der Ferne, sehnt man sich nach ihm. Aber so ist eben die Liebe: instinktiv, unerklärbar, bedingungslos. ... In Indien fühlt man sich nie allein, nie ganz von allem anderen getrennt.“ Genau diese Worte beschreiben auch meine Empfindungen für Sri Lanka. Auch wenn manch ein Urlauber diese Worte vielleicht nicht verstehen mag, ja auch in Sri Lanka gibt es Korruption und nein, die Menschen sind manchmal nur nett (wohlgemerkt nicht alle), weil sie sich einen Vorteil durch weiße Menschen erhoffen.
Und genau an diesem Punkt muss ich einfach noch mal Frank und Julia meine größte Bewunderung für ihr Durchhaltevermögen aussprechen. Sie haben nicht nur 22 Mädchen + Personal aufgenommen, für die sie Verantwortung tragen; mittlerweile steht nun auch der Eröffnungstermin für das neue Heim. Ein solches Bauprojekt in Sri Lanka umzusetzen, erfordert wahnsinnig viel Energie, Geduld, Kraft und Willensstärke und bald haben sie es geschafft. Ich war sichtlich erstaunt, wie weit der Bau vorangeschritten ist! Also Ihr Zwei – Endspurt!!!! 
Natürlich waren auch die Kinder wieder eine wahre Bereicherung für mich. Ach, die kleinen und großen Mädels sind immer absolut liebenswert und der Abschied fällt jedes Mal schwerer, auch bei den Kiddies. Aber mittlerweile wissen sie ja bei mir, dass es nie ein Abschied auf immer ist, weil ich nun schon zum dritten Mal vor Ort war und sie auch merken, dass sie mir einfach viel bedeuten.
Ich finde es immer wieder schön zu sehen, wie gut die Kinder gefördert werden und jedem Mädchen die Möglichkeit geboten wird, ihren Fähigkeiten und Interessen nachzugehen. Für mich als Spender ist dies natürlich auch sehr interessant, da ich einfach weiß, dass mein Geld vor Ort ankommt und sinnvoll und auch mittelbezogen eingesetzt wird.
Ich wünsche Julia und Frank nur das Beste und noch mal ganz viel Kraft für die kommenden Monate bis zur Eröffnung des neuen Heims.
An dieser Stelle sag ich Servus, Tschö mit ö
und bis zum nächsten Mal!
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