Behindertenheim in Katuneriya

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Projekt gestoppt! Hier wollten wir helfen...

Es besteht der Verdacht das hier in die eigene Tasche gewirtschaftet wird. Da die Heimleitung darauf besteht die Spendengelder selber zu verteilen, und wir mehrmals vom Gelände verwiesen worden sind, die Behörden uns auch nicht weiter helfen konnten haben wir vorläufig die Hilfsaktionen eingestellt. Wir suchen aber weiterhin nach einer Möglichkeit den Kindern irgendwie zu helfen.

Aber leider gestaltet es sich schwieriger als wir dachten. Ich erfuhr von meinem Freund Rukmal, dass es in der Nähe ein Waisenheim gibt, für seelisch und körperlich behinderte Kinder. Und dass die Zustände dort katastrophal wären. Er bat mich es mir mal anzusehen. Aber meistens muss ich wieder gehen, ohne das ich helfen konnte. Das ist nicht nur schlimm für die Betroffenen, sonder auch für mich, denn die Bilder und Gedanken sind und bleiben in meinem Kopf. Viele Menschen hier sind teilweise auch nicht gut zu sprechen auf Besucher. Da viele kommen, Fotos machen und Hilfe versprechen, und dann nicht wieder kommen!

Als ich Rukmal in die Augen sah, spürte ich, dass es ihm wichtig war, denn Rukmal ist ein herzensguter Mensch. Er hat selber nicht das meiste zum Leben, aber er hilft anderen wo er nur kann. Ich versprach ihm am nächsten Tag ins Waisenheim zu fahren um es mir anzusehen.

Als wir am nächsten Tag auf das Gelände fuhren, sah es von außen ganz gut aus, bis auf den Geruch! Ich konnte mir nicht erklären, woher er kommt, aber nach wenigen Metern war es mir klar. Der Heimleiter kam und begrüßte uns freundlich. Rukmal erzählte ihm, das ich aus Deutschland komme um meinen Freunden hier zu helfen. Dass ich wenig Geld hätte aber das da einsetzen möchte, wo es am nötigsten gebraucht würde. Er bot uns sofort an uns umzusehen, was wir auch sofort machten.

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Als ich die Zimmer von innen sah wurde mir fast schlecht, der Geruch war unerträglich. Die Zimmer waren völlig verdreckt und rochen nach Urin. In diesem Heim leben 120 Kinder, wovon nur 7 zur Schule gehen. Für die andren reicht das Geld nicht aus. Der Heimleiter bekommt pro Kind pro Tag ca. 10 Rs, das sind umgerechnet 6 Cent. Das reicht nicht einmal, um die Kids mit Obst oder Gemüse zu versorgen damit der tägliche Vitaminbedarf gedeckt ist.

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Ich fragte ihn, welche Hilfe er am nötigsten bräuchte. Darauf sagte er, es wäre schön, wenn man die Räume streichen könnte. Ich versprach im, dass wir es durchrechnen und am nächsten Tag wieder kommen, um zu besprechen wie wir es machen. Er zeigte sich dankbar und wir verabschiedeten uns.

Als wir am nächsten Tag wiederkamen und ihm sagten, dass wir die Materialien besorgen, wie auch die Arbeiten übernehmen würden, sagte er plötzlich, dass es nicht geht und wir ihm das Geld geben sollten, er würde sich um alles kümmern.

Das wollte ich aber nicht, und Rukmal versuchte ihm zu erklären, dass ich Rechenschaft über die Gelder abgeben müsste, d.h. für alle Materialien Belege nachweisen muss.

Er ließ uns gar nicht ausreden und sagte nur, wir sollten sofort das Gelände verlassen und könnten wiederkommen, wenn wir Geld für ihn hätten! Wir fuhren ohne weitere Worte los und für mich stand fest, dass hier in die eigene Tasche gewirtschaftet wird!

Aber um so mehr ein Grund für mich hier weiter zu machen und zu versuchen den Kids zu helfen.

Aber als Ausländer in einem fremden Land ist es nicht ganz einfach und man muss vorsichtig sein, wem man was erzählt oder an wen man sich wendet.

Wir werden uns am Dienstag beim zuständigen Amt erst mal über das Heim und den Heimleiter erkundigen, bevor wir wieder hinfahren!

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Leider bekamen wir von dem zuständigen Amt keine genaue Aussage über das Heim und dem Heimleiter. Wir werden aber diese Woche noch einmal hinfahren um zu versuchen mit dem Leiter zu sprechen!

Mal sehen was dabei heraus kommt?

Der Heimleiter hatte leider kein Interesse mehr, sich mit uns darüber zu unterhalten und uns bei jedem weiteren Besuch vom Gelände verwiesen. Auch beim zuständigen Amt konnte oder wollte man uns nicht weiterhelfen. Somit mussten wir unsere Unterstützungsversuche bei diesem Projekt letztendlich aufgeben, auch wenn uns das für die dort lebenden Kinder sehr leid tut!

 

 

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